
Die Lesezeit, die Ernte der Weintrauben, zählt ohne Zweifel zu den Höhepunkten des Jahres. Mit der Weinlese wird im allgemeinen die Arbeit am Rebstock abgeschlossen. Wann der Zeitpunkt zur Lese gekommen ist, hängt von der Rebsorte und vom Witterungsverlauf des betreffenden Jahres ab. Die Hauptlese wird in der Regel zwischen Mitte September bis Mitte oder Ende Oktober durchgeführt.
Am Ende der allgemeinen Weinlese feiern die Weinhauer das Weinlesefest. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden findet das Weinlesefest in Tattendorf seit ca. 117 Jahren jedes Jahr statt, egal wie gut oder schlecht die Ernte war.

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|  Winzerkönigin 2004, Daniela Dachauer
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Der Sinn des Festes sehen die Weinhauer als Dank für die eingebrachte Ernte. Früher wurde statt dem Weinlesefest ein Erntedankfest gefeiert, das mehr und mehr ausgebaut wurde, und als sichtbares Zeichen für das Ende der schweren körperlichen Arbeit im Weingarten. Nach der Arbeit folgt das ausgelassene Feiern, Frohsinn und Heiterkeit. Außerdem wollten die Weinhauer auch, daß die Öffentlichkeit mehr über ihre Arbeit und Tätigkeit erfährt. Das Weinlesefest ist weiters ein Symbol der Weinhauerschaft in Tattendorf, für Zusmmengehörigkeit und ein Ausdruck des Konkurrenzbestrebens gegenüber den Nachbargemeinden.
Die Bedeutung des Festes liegt heute immer mehr in der Weinwerbung - das Fest als Fremdenverkehrsattraktion. Deshalb wird der Termin für das Weinlesefest an einen Sonntagnachmittag anfangs September festgesetzt, und das Fest weniger als Kultveranstaltung als zur Schau für Fremde abgehalten. Leider sind die Trauben zu dieser Zeit noch nicht reif, die Weinlese hat noch gar nicht begonnen.

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